Dienstag, 3. Februar 2026

Mit Mut und Maschine: So lebt ein Forstwirt seinen Traum im Wald

Ein Forstunternehmer zeigt beeindruckende Einsätze mit seinem neuen Pm Trac 3820. Außerdem erzählt er von seinem mutigen Schritt in die Selbstständigkeit.


Auf dem YouTube-Kanal von "Pfanzelt Maschinenbau" zeigt eine Dokumentation den Alltag eines großen Forstunternehmens. In der Reportage geht es zu Forstarbeiten Kopp, einem innovativen Forstbetrieb aus dem Bayerischen Wald. Im Einsatz hat der Unternehmer seinen neuen PM Trac 3820. Aufgenommen wurden die Bilder im Winter 2025 beim Holzrücken mit der beeindruckenden Maschine. Es ging in ein Waldstück nahe der Stadt Regen. Die Aufgabe: "Wir haben da geplanten Holzeinschlag mit Langholz, Fixlängen, Gipfel aussetzen. Wenn diese Sachen erledigt sind, wieder Aufforsten. Das ist ein großer Wunsch vom Grundstückbesitzer gewesen“, so Thomas Kopp.


Zu Dritt geht es bei dem Forstbetrieb an die Arbeit. Zwei Leute, die effektiv mit der Motorsäge schneiden - also motormanuelle Fällungen machen - und der Chef des Unternehmens. Der darf den PM Trac 3820 fahren und hinterher das Holz rücken. Außerdem erzählt der Forstunternehmer von seinem mutigen Schritt in die Selbstständigkeit, den er vor rund sechs Jahren gewagt hat. Zudem berichtet er über seine „Entscheidung für eine echte Forstmaschine bis hin zu beeindruckenden Einsätzen im Wald“, verspricht Pfanzelt Maschinenbau.


Der PM Trac ist für den Holzarbeiter mehr als nur ein Arbeitsgerät, erklärt er im Video. Die Kabine nenne er sogar liebevoll „sein Wohnzimmer“. Die Zuschauer finden sie Aufnahmen toll und schreiben: „Tolles Video danke dafür! Ein Team aus zwei Holzhauern und dem Schlepper finde ich perfekt. Wünsche euch alles Gute für eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit.“ Der ein oder andere hätten auch gerne eine derart starke Forstmaschine, wie man liest: „ A Pfundskerl und a wunderschöne Maschine, ein Träumchen.“ 

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Montag, 19. Januar 2026

Auf 800er Schlappen durchs Moor

Bei Schoo arbeiten zwei Pfanzelt-Rückeanhänger im Doppelpack. Eine gewaltige Menge Holz liegt in einem Erlenbestand im Emsland. Fein säuberlich getrennt nach „Abschnitten" und Industrieholz. Zwei New-Holland-Schlepper haben je einen Rückeanhänger von Pfanzelt angehängt und rücken das Reisigmaterial und die Abschnitte. Zuerst fallen bei den Anhängern die gewaltigen Reifen mit einer Breite von jeweils 800 Millimetern auf, der zweite Blick gilt dem Kran, zehn Meter reicht der Pfanzelt-Kran.


Der Boden bewegt sich bei jeder Bewegung der Schlepper mit den Anhängern. Obwohl es sich hier um teilweise sehr nasse Ecken handelt, trägt der Boden gut. Darum hat sich das Unternehmen für Rückewagen ohne Antrieb entschieden. Man vertraut auf die Zugkraft der beiden New-Hol­land-Schlepper, die mit breiten Reifen ausgerüs­tet sind. Vorne sitzen Nokian Forest King T der Größe 540/70-30, hinten sind es Nokian Forest King Tin der Größe 650/75-38. Beide Pfanzelt-Rückeanhänger laufen auf breiten Vredestein Flo­tation Trac in der Größe 800/40R-22.5. Die Hän­ger sind mit einer A-Abstützung versehen und die Rungen können zu jeder Seite noch einmal 30 Zentimeter ausgezogen werden. Das erhöht das Ladevolumen und ist auch nötig, wenn Ener­gieholz gerückt wird. Das Unternehmen Schoo entschied sich für Rückeanhänger und damit gegen Rückezüge. Bei dem Auftragsportfolio des Betriebs ist das nachvollziehbar. Hier wird alles mit leistungsstarken Schleppern gezogen, die ja schon im Betrieb vorhanden sind. Auch vor den Hacker, den Ladewagen, den Schubbodenan­hänger und den Rundholzanhängern werden die Schlepper gespannt. So ist man etwas flexibler als mit einem Rückezug.


Gemeinsam zum Erfolg

Der Forstbetrieb Schoo GmbH & Co. KG aus Gees­te im Emsland, etwa zwischen Lingen und Mep­pen gelegen, beschäftigt sich mit allen Arbeiten im Forst, ist aber auch im Kommunalbereich tätig. Es handelt sich hierbei um keinen reinen Rückebetrieb, sondern Schoo hat sich speziali­siert auf Baumpflege, Spezialfällung sowie Land­schaftspflege. Das Einzugsgebiet des Unternehmens ist gekennzeichnet von ganz kleinen bis zum Teil sehr großen Waldflächen, was man beim ersten Blick in dieser Landschaft nicht gleich be­merkt. Eigene Harvester und Forwarder findet man bei Schoo nicht, diese Arbeiten vergibt man an Subunternehmer. Die Energieholzbringung macht das Unternehmen allerdings selbst. Es sind verhältnismäßig sehr viele Straßenfahrten zu absolvieren beziehungsweise fallen sehr viele Arbeitsmaßnahmen im Straßenbereich an. Auf­träge werden auch im Straßenbegleitgrün aus­geführt. Für diesen Zweck sind Rückeanhänger sinnvoller, sagt Firmenchef Matthias Schoo (57). Seine Söhne Michael (33) und Markus (30) sind gemeinsam mit dem Vater Geschäftsführer und fahren ebenso wie der Vater alle Maschinen im Betrieb. Jeder ist überall und zu jeder Zeit mit je­der Maschine einsetzbar. Vater Matthias und sei­ne Söhne haben sich das gut eingeteilt. Jeder ist für den Auftrag eigenverantwortlich, den er her­eingeholt hat. Man mischt sich gegenseitig nicht ein. Damit ist aber auch jeder der drei Geschäfts­führer für eventuelle Verluste verantwortlich. Man hilft sich jedoch gegenseitig, spricht sich ab und hält engen Kontakt. Jeden Monat erfolgt eine gemeinsame Finanzplanung.

Ein vielseitiges Unternehmen

Der Maschinenbestand im Unternehmen kann sich sehen lassen. Für die Spezialfällungen und Parkpflegearbeiten sind zwei Hubsteiger und ein Magni-Fällkran vorhanden. Insgesamt sieben Schlepper im Leistungsbereich von 80 bis 445 PS ziehen die diversen Geräte; für den schnellen Straßentransport ist ein Unimog vorhanden. Mit vier Muldenkippern können Hackschnitzel, Sand und Steine transportiert werden, ein Hakenlift-Container wird eingesetzt und ein Agroliner-Zug. Mit einem Schubbodenanhänger werden Hackschnitzel gefahren. Zwei Kettenbagger und zwei Radbagger mit den dazugehörigen Fällgreifern, Schaufeln, Greifersägen, Stubbenzerkleinerern und Sägen sind im Betrieb vorhanden. Mit dem Hacker Heizohack wird das Material zerkleinert und anschließend mit Schlepper und Muldenkip­per in die Heizwerke gefahren. Stubbenfräsen, Westtech-Spalter und Roderechen sind vorhan­den, ebenso zwei Sägespaltautomaten, die auf dem Betriebsgelände in Geeste aufgebaut sind.

Zehn Meter lange Kräne

Die beiden Rückeanhänger Pfanzelt logLINE L19 mit jeweils 800er Bereifung sind seit acht Jahren im Betrieb. Sie spielen eine gewichtige Rolle beim Rücken des Industrie- und Energieholzes. Mit der 800er Bereifung kommt man auf den nassen Standorten im Emsland sehr gut zurecht. Zurzeit wird auf einem Moorstandort Erle gerückt, prak­tisch direkt am Wasser und auf sehr empfindli­chen Rückegassen. Dazu eignen sich diese Rü­ckewagen hinter den großen Schleppern sehr gut. Die Erle wurde vorher mit einem Bagger mit Greifersäge eingeschlagen und neben der Schneise als Abschnitte, Astholz sowie Reisig gelagert. Um diese großen Reisigbündel abzufahren, benötigt man Laderaum. Das Ast- und Reisigmaterial wird anschließend gehackt, die Abschnitte gehen alle ins Brennholz. Da haben die beiden Rückeanhän­ger hinter den New-Holland-Schleppern gut zu tun. Aufgearbeitet wurde mit dem Case-Bagger mit 800er Raupenenbreite. Der läuft hier eben­falls gut über. Da die Abschnitte nur zu Brennholz verarbeitet werden, haben nicht alle die gleiche Länge. Eingesetzt wurde hier die Greifersäge von Uffkes. Durchmesser bis zu 55 Zentimeter kön­nen damit gefällt werden. Allerdings ist es nicht möglich, damit beim Ablängen genau auf Länge zu schneiden, so wird nach Augenmaß abgelängt. Die Erle ist auf diesem Standort sehr ergiebig, da kommen schnell einige Anhänger voll zusammen. Das Ladevolumen der beiden Pfanzelt L19 liegt bei 22 Raummetern, wenn man zwei Stöße drei Meter langes Holz hintereinander auflädt. Beide Kräne reichen zehn Meter in den Bestand hinein, das war ein Sonderwunsch des Unternehmens. Die Deichsel mit ihrem Federungssystem für die Straßenfahrt ist nicht nur eine Erleichterung für den Fahrer, sondern schont gleichzeitig das Ma­schinenmaterial. Die Deichsel kann im Gelände hydraulisch hochgefahren werden, zum Beispiel bei Hangein- und -ausfahrten. Bei den Gräben dort im Moor ist die Höhenverstellung auch sehr hilfreich. Obwohl es die Rückewagen mittlerwei­le mit Vierradantrieb gibt, hat das Unternehmen bei diesen Anhängern darauf verzichtet, denn die Zugfahrzeuge von New Holland sind mit 225 PS und 245 PS gut bestückt und breit bereift. Rund 1.000 Stunden läuft jeder Anhänger im Jahr. Mitt­lerweile stehen die Hänger im achten Betriebs­jahr, jeder hat also ungefähr 8.000 Stunden auf der Uhr. Vater und Söhne sind mit den Anhängern zufrieden, es fielen kaum Reparaturen an, sie sind sehr robust und zu einer hohen Leistung fähig: An einem Tag hatte ein Fahrer schon mal 330 Raummeter gerückt. Sicher, das ist eine Aus­nahmeleistung und nicht die Regel, aber von der Leistung her können diese Rückeanhänger mit Rückezügen der Mittelklasse ganz gut mithalten. Der Pfanzelt L19 hat einige Sonderausrüstungen. So gibt es einen verstärkten Zentralrohrrahmen im Krankonsolenbereich mit Rahmenauszug. Am Kran ist die Schlauchverlegung geschützt bis in die Kranspitze. Michael Schoo sagt, dass bisher nie ein Hydraulikschlauch am Hub- und Wip­parm defekt war, außer zwei- oder dreimal je ein Schlauch am Rotator.



Gefederte und lenkbare Deichsel

Der Wagen ist mit einer verstärkten A-Säulen-­Abstützung für den Aufbau großer Ladekräne ausgerüstet. Zwischen Schutzgitter und der ers­ten Rungenbank gibt es links und rechts je ein großes Staufach, das auch vom Unternehmen genutzt wird. Man nimmt dort Ersatzteile mit, Schläuche, Motorsägen und Spanngurte. Eine Werkzeugkiste passt auch noch hinein. Die gefe­derte Lenkdeichsel ist in dieser Form einzigartig am Markt, sagt Peter Voderholzer, Verkaufs­berater bei Pfanzelt. Durch einen zusätzlichen Zylinder wird die Lenkdeichsel auch zur Tiltein­richtung. Dadurch kann die Ladefläche am Hang waagerecht und die Kransäule senkrecht gestellt werden. Bei der Fahrt durch Gräben oder über Geländekanten kann der Rückeanhänger flexibel positioniert werden. Während der Fahrt wirkt diese Einrichtung als Federung und erhöht so die Fahrsicherheit und den Komfort. Die Deichsel ist auch hydraulisch lenkbar. Die Schwenkdeichsel bewegt sich plus/minus 860 Millimeter nach je­der Seite. Für den Kransteuerblock gibt es einen Load-Sensing-Anschluss. Das Leergewicht des Wagens beträgt rund sechs Tonnen. Die Länge der Ladefläche reicht von 4.500 bis 6.000 Milli­meter, je nach Auszugsstellung. Die Stirngitter­fläche, also der Lastquerschnitt, liegt bei 3,5 bis vier Quadratmetern, je nach Auszugsstellung der Rungen, denn die Rungen sind jeweils um 300 Mil­limeter seitlich ausziehbar. Die Nutzlast im Wald beträgt 17 Tonnen, das zulässige Gesamtgewicht auf öffentlichen Straßen darf 19 Tonnen nicht überschreiten. Eine Straßenzulassung ist bis 40 km/h möglich. Der Anhänger ist mit einer Druckluftbremsanlage ausgerüstet. Der Kran vom Typ 71100 hat eine Länge von zehn Metern, das Hubmoment beträgt 70 Kilonewtonmeter und das Schwenkmoment liegt bei 27 Kilonew­tonmeter. Über die 800er Räder ist der Wagen genau 2.900 Millimeter breit, über die Rungen gemessen sind es 2.800 Millimeter.



Zehn Mitarbeiter sind im Betrieb tätig. Man macht im Jahr zirka 40.000 Kubikmeter Hackschnitzel. Ein Großteil davon geht an ein Nahwärmewerk, dem etwas über 1.000 Haushalte angeschlossen sind, darunter auch ein Rathaus und einige wei­tere öffentliche Gebäude.



Dieter Biernath
Forstmaschinenprofi

Montag, 28. Juli 2025

Mitten im Wald, mitten im Geschehen: Die neue Demoshow WALDWÄRTS

 Was passiert, wenn drei führende Hersteller der Forsttechnik beschließen, ihre Maschinen nicht auf einem klassischen Messegelände, sondern direkt im Wald zu zeigen? Es entsteht ein neues Eventformat, das seinem Namen gerecht wird: WALDWÄRTS.


Maschinen da erleben, wo sie auch arbeiten

Forsttechnik im Praxiseinsatz – das ist der Kern von waldwärts. Keine Messestände, kein steriler Asphalt, sondern Waldboden, Steigungen, echtes Gelände. Und genau dort zeigen Pfanzelt, Posch und Eschlböck was ihre Technik wirklich kann. Besucher erleben Rückearbeiten mit der Forstraupe Moritz, sehen, wie Hackschnitzel mit dem Biber produziert werden, und können die professionelle Brennholzverarbeitung mit den Maschinen von Posch live beobachten.

Was WALDWÄRTS besonders macht: Hier wird man nicht nur Zuschauer, sondern Teil des Geschehens. Viele Maschinen dürfen – unter Anleitung – selbst bedient werden. Ob Steuerstand oder Spaltgerät: WALDWÄRTS ist zum Anfassen, Ausprobieren und Mitreden gedacht. So entsteht ein echtes Erlebnis für alle, die mit Forsttechnik arbeiten oder sich dafür begeistern.


Drei Hersteller – drei Schwerpunkte

  • Pfanzelt bringt mit K Trac, Pm Trac und Forstraupe Moritz seine Kernkompetenz aus dem Allgäu mit: flexible Geräteträger für Forst, Kommunal und Landschaftspflege. mehr erfahren

  • Posch zeigt, wie moderne Brennholztechnik heute aussieht – ergonomisch, durchdacht und kraftvoll. Die Maschinen reichen vom einfachen Sägespalter bis zum SpaltFix K-700 mobil. mehr erfahren

  • Eschlböck präsentiert seine Holzhacker im Zusammenspiel mit unterschiedlichen Trägerfahrzeugen. Highlight ist der beeindruckende Biber Truck Vican, ein wahres Kraftpaket mit 750 PS. mehr erfahren



Alle Termine im Überblick:

  • 14.10.2025 – Rheinau

  • 16.10.2025 – Würzburg

  • 21.10.2025 – Allgäu

  • 23.10.2025 – Deggendorf

  • 28.10.2025 – Liezen (A)

Die Teilnahme ist kostenlos, aber die Plätze sind limitiert. 

Daher am besten direkt auf www.wald-waerts.com anmelden und den Wunschtermin sichern.

Dienstag, 17. Juni 2025

Trail, Piste, Wanderweg – Moritz, nicht nur im Wald daheim.

Seinen ersten großen Auftritt feierte der Moritz mit Trailfräse im April 2025 auf der Fachmesse Interalpin in Innsbruck. Dort stellte Daniel Tulla, Gründer von Mountainbike Movement, die zukunftsweisende Lösung erstmals einem internationalen Fachpublikum vor. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die innovative Technik, sondern vor allem das enorme Potenzial für den alpinen Tourismus: Der Moritz demonstrierte eindrucksvoll, wie moderner Trailbau heute funktioniert – nachhaltig, effizient und sicher. Das Interesse war entsprechend groß: Fachbesucher aus ganz Europa zeigten sich begeistert.


Seit mittlerweile einem halben Jahr setzt die österreichische Firma Mountainbike Movement den Moritz erfolgreich in verschiedensten Regionen und Höhenlagen ein. Ob beim Bau von Bikepark-Strecken oder bei der Pflege hochalpiner Wanderwege – der kompakte Geräteträger hat sich als echtes Multitalent erwiesen. Besonders beeindruckend ist dabei seine Effizienz, Vielseitigkeit und Geländegängigkeit, die nicht nur das Team von Mountainbike Movement überzeugt haben. Auch Tourismusverbände, Bergbahnbetreiber und Gemeinden greifen zunehmend auf die neue Technik zurück, um ihre Infrastruktur zukunftsfähig auszubauen. Dank des Moritz lassen sich Wegesanierungen, der Neubau moderner, flow-orientierter Trails und das nachhaltige Mulchen bestehender Pfade deutlich schneller, präziser und umweltschonender umsetzen als mit herkömmlichen Methoden.


Die Firma Mountainbike Movement hat sich in der DACH-Region als professioneller Anbieter für Trail- und Bikeparkbau etabliert. Ihr Angebot reicht von der ersten Idee über Planung und Genehmigungsprozesse bis hin zur Umsetzung und anschließenden Wartung. Zum Leistungsspektrum gehören nicht nur klassische Wegeprojekte, sondern auch der Bau von Downhill- und Enduro-Strecken, Pumptracks und Skillparks. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der nachhaltigen Pflege bestehender Anlagen – etwa durch das Entfernen von Bremswellen oder die Aufarbeitung verwitterter Trails. Hier spielt der Moritz eine zentrale Rolle: Mit seiner Hilfe können selbst anspruchsvolle Sanierungsarbeiten im alpinen Gelände effizient, präzise und bodenschonend umgesetzt werden. Auch Aufgaben wie Beschilderung, Logistik, Materialbereitstellung und individuelle Lösungen im schwierigen Terrain gehören zum Alltag des Teams. Durch den Einsatz des Moritz wurde das Angebot um eine moderne, technikgestützte Arbeitsweise erweitert, die größere Tagesleistungen erlaubt – und gleichzeitig die Trailqualität noch weiter steigert.



Der Moritz ist ein kompakter, ferngesteuerter Geräteträger mit Raupenfahrwerk, der speziell für den Einsatz in schwierigem Gelände entwickelt wurde. Je nach Ausstattung bringt er rund 2,5 Tonnen auf die Waage und lässt sich mit einer Vielzahl von Anbaugeräten kombinieren. Für den Trailbau kommt derzeit eine leistungsstarke Steinfräse zum Einsatz, die das vorhandene Material direkt vor Ort zerkleinert und daraus ein tragfähiges Wegbett aufbereitet. Mit einer Arbeitsbreite von etwa 1,20 Metern und einer Frästiefe von bis zu 15 Zentimetern entstehen so hochwertige Wege, die nicht nur robust und erosionsresistent, sondern auch angenehm zu begehen oder mit dem Mountainbike zu befahren sind.

Ein besonderes technisches Highlight ist die optional erhältliche Traktionsseilwinde mit einer Seillänge von bis zu 1.000 Metern. Sie sorgt für zusätzliche Stabilität in steilen oder rutschigen Passagen und ermöglicht den Einsatz des Moritz auch in Gelände, das für andere Maschinen nicht mehr zugänglich ist. Die Zugkraft bleibt dank intelligenter Steuerung konstant – ein großer Vorteil für sicheres Arbeiten mit minimaler Bodenverdichtung. Gerade in ökologisch sensiblen Bereichen ist das ein entscheidendes Argument.

Gesteuert wird der Moritz bequem per Funkfernsteuerung. Dabei kann sich der Bediener jederzeit an einem sicheren Ort mit optimaler Sicht auf das Einsatzgebiet positionieren – für maximale Kontrolle und höchste Sicherheit bei der Arbeit.


Wie so oft bei technischen Innovationen gehen auch beim maschinellen Trailbau mit dem Moritz die Meinungen auseinander. Innerhalb der Mountainbike-Szene wird lebhaft diskutiert, ob der Einsatz einer Fräse dieser Größenordnung mit dem ursprünglichen Gedanken naturbelassener Trails vereinbar ist. In einem ausführlichen Beitrag von Daniel Tulla auf ride-mtb.com kommen beide Perspektiven zur Sprache: Auf der einen Seite steht die Skepsis, auf der anderen die Begeisterung für Effizienz, Präzision und die einfache Wartung der Wege. Unbestritten bleibt jedoch: Der Moritz hat die Art und Weise, wie Trails gebaut und instand gehalten werden, grundlegend verändert. Selbst erfahrene Trailbauer, die bislang ausschließlich auf Handarbeit gesetzt haben, erkennen zunehmend das Potenzial – sei es beim Zeitsparen, in der gleichbleibenden Qualität oder beim schonenden Umgang mit Ressourcen.


Der Moritz ist längst mehr als eine reine Forstraupe. Er steht sinnbildlich für moderne und nachhaltige Infrastrukturlösungen im alpinen Raum. Durch die Verbindung leistungsstarker Technik mit flexibler Einsatzfähigkeit und bodenschonender Arbeitsweise leistet er einen wichtigen Beitrag dazu, alpine Landschaften sicher, attraktiv und gleichzeitig naturnah zugänglich zu machen. Mit engagierten Partnern wie Mountainbike Movement, die das Potenzial des Moritz voll ausschöpfen, beginnt eine neue Ära im Trailbau – effizienter, smarter und nachhaltiger als je zuvor.


Dienstag, 13. Mai 2025

Ausgezeichnet: Silber für die Traktionsseilwinde des Moritz

Die demopark ist der Branchentreff für GaLaBau, Winterdienst und Grünflächenpflege. Pfanzelt präsentiert dort sein breites Maschinenprogramm – und freut sich erneut über eine Auszeichnung: Die Traktionsseilwinde des Moritz wurde mit der Silbermedaille prämiert. Nach Gold für den K Trac 2023 bestätigt Pfanzelt damit einmal mehr seinen Anspruch als innovativer Maschinenbauer aus dem Allgäu.


Der Moritz überzeugt durch Multifunktionalität: Dank Dreipunkthydraulik lassen sich zahlreiche Anbaugeräte, auch anderer Hersteller, flexibel nutzen. Pfanzelt zeigt auf der demopark unter anderem die neue Stockfräse mit 60 cm Fräsrad und ±45° Schwenkbereich sowie den Einsatz mit einem Eschlböck-Hacker. Gesteuert werden alle Funktionen komfortabel über die Funkfernsteuerung. Ein Highlight ist die integrierte Traktionsseilwinde mit 1.000 m Seillänge. Sie sorgt für sicheren Halt, geringere Bodenbelastung und volle Bewegungsfreiheit selbst in extremem Gelände – automatisch synchronisiert mit dem Fahrantrieb.


In Eisenach präsentiert Pfanzelt nicht nur den ferngesteuerten Moritz, sondern auch den neuen K Trac für Landschaftspflege und Gewässerunterhaltung. Der K Trac ist der vielseitige Geräteträger für Kommunen, Bauhöfe und Landschaftspflegebetriebe. Mit bis zu 292 PS und 80 km/h Straßenzulassung ist er kraftvoll, flexibel und das ganze Jahr über einsatzbereit – ob mit Salzstreuer, Mähausleger oder anderen Anbaugeräten.


Sie finden den Messestand der Firma Pfanzelt im Freigelände (Stand D-464). Die demopark findet vom 22. - 24. Juni 2025 in Eisenach statt. 

Freitag, 25. April 2025

Effiziente Aufforstung im Sauerland: Zwei Forstraupen mit Containerpflanzmaschinen im Einsatz

Mit Herz und Hightech für den Wald der Zukunft: In Meschede im Sauerland leistet Pfanzelt einen wichtigen Beitrag zur Wiederbelebung einer Kalamitätsfläche. Innerhalb weniger Tage werden dort rund 5.500 junge Bäume teilautomatisiert in die Erde gebracht. Auf einer fünf Hektar großen Versuchsfläche arbeiten zwei Forstraupen Moritz Hand in Hand mit modernster Pflanztechnik – für stabile Wälder von morgen.



Im November 2024 wurde auf der fünf Hektar großen Hangfläche mit vereinten Kräften von Mensch und Maschine aufgeforstet. Zwei Moritzraupen ausgestattet mit der Containerpflanzmaschine Plantomat und Plantomat Flex – meisterten selbst das anspruchsvolle Gelände mit Präzision und Effizienz.

Üppiger Ginster und dichte Sträucher wucherten nach der Holzernte des Kalamitätsholzes bereits bis zu 2,5 Meter hoch über die Fläche. Um Platz zu schaffen, wurde die Vegetation sorgfältig gemulcht. Damit die jungen Pflanzen festen Halt im Mineralboden finden, kam beim Einsatz des Plantomat ein innovativer Prototyp eines Frontpfluges an der Forstraupe Moritz zum Einsatz. Dieser schob die Mulchschicht gezielt beiseite und ermöglichte es der Pflanzmaschine, die Setzlinge direkt im nährstoffreichen Boden zu verankern – ganz ohne Fräsrad. Trotz dieser neuen Methode konnte die gleiche Effizienz wie mit dem Plantomat Flex erreicht werden.

Beim Plantomat Flex greifen Technik und Geländeerfahrung perfekt ineinander: Durch die clevere Kombination aus Fräse im Frontanbau und Pflanzmaschine im Heck ist die Forstraupe Moritz ideal ausbalanciert – ein entscheidender Vorteil auf den steilen Hängen des Sauerlands. Während vorn der Boden aufbereitet wird, setzt die Maschine hinten direkt die jungen Pflanzen. So können unter guten Bedingungen bis zu 120 Bäume pro Stunde ihren Platz im neuen Wald finden – effizient, schonend und zukunftsweisend.

Mit der Forstraupe Moritz beginnt eine neue Ära im Waldumbau: Als einziges System seiner Art begleitet er den gesamten Prozess – von der Bodenvorbereitung über Pflanzung und Saat bis hin zur Pflege junger Bestände. Moritz steht für Qualität, Effizienz und Bodenschonung – und zeigt, dass moderner Forstmaschinenbau im Einklang mit der Natur möglich ist.

Montag, 14. April 2025

Raupe für die Landschaftspflege - Ferngesteuerter Geräteträger Moritz

Im Jahr 2016 präsentierte Pfanzelt erstmals den Moritz FR50, der ursprünglich als reine Fällhilfe für den Forstbereich entwickelt wurde. Doch schon bald wurde deutlich, welches Potenzial in der Maschine steckt. Mit der zweiten Generation, zahlreichen technischen Neuerungen und einer Vielzahl an Anbaugeräten entwickelte sich die ferngesteuerte Forstraupe zu einem vielseitigen und intelligenten Helfer – auch in der Landschaftspflege.

Seit 2020 sind die neuen Modelle mit 50 PS beziehungsweise – im Fall des FR75 – mit 75 PS erhältlich. Besonders hervorzuheben ist die benutzerfreundliche Funksteuerung, über die sowohl die Raupe als auch die Anbaugeräte vollständig bedient werden können. Dabei steuert eine Hand stets den Fahrantrieb, während die andere das jeweilige Anbaugerät kontrolliert.


Für forstwirtschaftliche Anwendungen stellt Pfanzelt spezialisierte Anbaugeräte zum Rücken von Holz, zur Wiederbewaldung sowie zur Kulturpflege bereit. Im Bereich der Landschaftspflege stehen zudem leistungsfähige Anbaugeräte wie die Forstfräse MAX, der Forstmulcher MAX und die Pfanzelt Stockfräse zur Verfügung – alle speziell auf die Einsatzparameter des Moritz-Geräteträgers abgestimmt. Über die integrierte Dreipunkt-Hydraulik ist auch die Anbindung von Geräten anderer Hersteller möglich. Der Antrieb der Arbeitsgeräte erfolgt wahlweise über die mechanische Zapfwelle oder die leistungsstarke Hydraulik.

Der Moritz überzeugt als multifunktionaler Geräteträger in unterschiedlichsten Einsatzbereichen – etwa im Winterdienst mit einer angebauten Schneefräse, wie beim Skirennen in Schladming (Video öffnen), oder im Sommerbetrieb mit einer Trailfräse beim Bau von Bikeparks (Video öffnen). Für die ökologische Flächenpflege im Sommer können Mulcher (Video öffnen) oder Messerbalken (Video öffnen) eingesetzt werden, die eine insektenfreundliche Bearbeitung mit geringer Bodenbelastung durch leichte Gerätetechnik ermöglichen.

Für den Einsatz in steilem Gelände steht neben einer optionalen Hilfsseilwinde auch eine automatisch gesteuerte Traktionsseilwinde zur Verfügung. Diese ermöglicht – ähnlich dem Prinzip bei Pistenraupen – eine 360°-Umlenkung rund um den Moritz, wodurch auch Querfahrten am Hang realisiert werden können. Die Seiltrommel bietet eine Kapazität von bis zu 1.000 Metern, was einen flexiblen und sicheren Einsatz in anspruchsvollen Topographien gewährleistet.